SPORT

Sepaktakraw ist eine asiatische Ballsportart, die ihre Wurzeln vor allem in Thailand und Malaysia hat. Anfangs wurde sich ein aus Rattan geflochtener Ball mit dem Fuß im Kreis zugespielt. Dieser Ball hat einen Durchmesser von 15 cm und ist nicht, wie z.B. ein Fußball, mit Luft gefüllt. Mittlerweile besteht der Spielball aus Kunststoff. Sepaktakraw wurde bei feierlichen Anlässen, wie auf Tempelfesten oder zum reinen Zeitvertreib gespielt. Der Sport hatte zu dieser Zeit keinen Wettkampfcharakter, nur in der Art den Ball weiterzuleiten versuchten sich die Spieler an Geschick und Spektakel zu überbieten. Als im 19. Jahrhundert die britischen Kolonialherren in Malaysia das Badminton und somit auch dessen spezifische Spielfelder einführten, entstand das heutige Sepaktakraw.
Seitdem ist Sepaktakraw gewachsen und hat sich in den meisten Teilen Asiens zu einer Nationalsportart entwickelt. Diese Entwicklung brachte auch tägliche Fernsehübertragungen mit sich, wie man es auf Europäischer Ebene vom Hand- oder Fußball kennt. Doch auch in Europa wird diese Sportart immer populärer.
Zwei Mannschaften á drei Spieler agieren mit spektakulären Schmetterbällen und kraftvollen Angaben. Im Sepaktakraw gibt es feste Positionen: einen Tekong, einen Feeder und einen Striker.

Dragons_Cup_180_1Der Tekong ist für die Defensive und die Angabe, die aus dem Rückraum gespielt wird, zuständig. Der Feeder bildet zusammen mit dem Striker die Angriffsformation des Teams, seine Aufgabe ist es, dem Striker den Ball hoch vor das Netz zu spielen, so dass dieser den Ball auf eine spektakuläre Art und Weise im Feld des Gegners schmettern kann. Erlaubt sind drei Ballberührungen pro Team, jedoch anders als beim Volleyball darf ein Spieler auch mehrfach den Ball spielen. Nach der dritten Berührung muss der Ball das 1.52 m hohe Netz überqueren. Berührt der Ball den Boden im gegnerischen Feld, erhält die angreifende Mannschaft den Punkt. Beim Sepaktakraw darf
der Ball nicht mit der Hand oder dem Arm gespielt werden, selbst unabsichtliche Berührungen führen zu einem Punkt für das gegnerische Team, wie auch jeglicher Netzkontakt. Der Ball darf nur mit dem Fuß, Kopf, Knie und der Brust gespielt werden, was sehr viel Geschick und Ballgefühl verlangt. Akrobatische Einlagen am Netz, vollendete Ballkontrolle, spektakuläre Scherensprünge, Saltos und unmöglich erscheinende Annahmen eines bis auf 140 km/h beschleunigten Balles machen diese Sportart einzigartig und zu einer der schnellsten Ballsportarten der Welt.